Propädeutikum

Das psychotherapeutische Propädeutikum

E-Mail Drucken

Der breite Zugang zur Psychotherapieausbildung, wie er im Gesetz festgelegt ist, erfordert die Einführung einer Basisausbildung in Form des Psychotherapeutischen Propädeutikum. Da davon ausgegangen wird, dass keines der derzeit bestehenden Studien allen Anforderungen einer zeitgemäßen, psychotherapeutischen Grundausbildung gerecht wird, dient das psychotherapeutische Propädeutikum vor allem der Sicherung einer fachlichen Grundkompetenz aller für eine Psychotherapieausbildung zugelassenen Gruppen. Damit soll gewährleistet sein, dass bei Eintritt in die besondere Psychotherapieausbildung - das Fachspezifikum - alle KandidatInnen über ein Mindestmaß an psychotherapeutischem Basiswissen, wie auch an psychotherapeutischen Grunderfahrungen verfügen.

Bereits vorhandene Vorkenntnisse, die sich aus bestimmten Studien oder Berufserfahrungen ergeben, können nach Maßgabe der diesbezüglichen Bestimmungen des PthG und der entsprechenden Richtlinien des Gesundheitsministeriums auf das psychotherapeutische Propädeutikum angerechnet werden.

Das Propädeutikum gliedert sich in einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil. Der theoretische Teil stellt die Basisausbildung für alle zukünftigen PsychotherapeutInnen dar und umfasst ein Grundlagenwissen über medizinische, psychologische, sowie human- und sozialwissenschaftliche Aspekte. Der praktische Teil soll frühzeitig Einblick in das spätere Praxis- und Arbeitsfeld ermöglichen. Die dort gemachten Erfahrungen werden in einer begleitenden Supervision reflektiert. Mindestens 50 Stunden Selbsterfahrung dienen der Einführung in die Selbstreflexion, die später im Fachspezifikum ein zentraler Bestandteil der Ausbildung wird.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Psychotherapeutischen Propädeutikums ist keine gesetzliche Befähigung für die Ausübung von Psychotherapie (oder einer anderen psychosoziale Tätigkeit) verbunden.

Gesetzliche Voraussetzungen für die Zulassung zum Propädeutikum
Das psychotherapeutische Propädeutikum darf gem. PthG § 10 Abs.1 nur absolvieren, wer

1. eigenberechtigt ist und entweder

2. die Reifeprüfung an einer allgemeinbildenden oder berufsbildenden höheren Schule, einschließlich der Anstalten der Lehrer- und Erzieherbildung, oder die Reifeprüfung vor dem Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen des Schulorganisationsgesetzes, BGBl. Nr. 242/1962, an einer Mittelschule oder einer anderen mittleren Lehranstalt oder eine Studienberechtigungsprüfung gemäß den Bestimmungen des Studienberechtigungsgesetzes, BGBl. Nr. 292/1985, abgelegt hat oder

3. einen in Österreich nostrifizierten, der Reifeprüfung gleichwertigen Abschluss im Ausland erworben hat oder

4. eine Ausbildung im Krankenpflegefachdienst oder in einem medizinisch-technischen Dienst gemäß den Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die Regelung des Krankenpflegefachdienstes, der medizinisch-technischen Dienste und der Sanitätshilfsdienste, BGBl. Nr.102/1961, absolviert hat oder

5. auf Grund seiner Eignung nach Einholung eines entsprechenden Gutachtens des Psychotherapiebeirates vom Bundeskanzler mit Bescheid zur Absolvierung des psychotherapeutischen Propädeutikums zugelassen worden ist.

All jene, die über den sogenannten "Genieparagraphen" (siehe Punkt 5) zum Propädeutikum zugelassen wurden, sind nach positivem Abschluss des Propädeutikums auch zum Fachspezifikum zugelassen. Aus dem positiven Abschluss des Propädeutikums ergibt sich jedoch kein Rechtsanspruch auf eine Aufnahme in das Fachspezifikum.

 

Inhalt

E-Mail Drucken

Der THEORIETEIL umfasst zumindest 765 Stunden, in denen folgende Inhalte behandelt werden müssen:

Bezeichnung des Fachs Stundenanzahl
Problemgeschichte und Entwicklung der psychotherapeutischen Schulen 120
Persönlichkeitstheorien 30
Allgemeine Psychologie und Entwicklungspsychologie 60
Rehabilitation, Sonder- und Heilpädagogik 30
Psychologische Diagnostik und Begutachtung 60

Psychosoziale Interventionsformen

60
Grundlagen der Somatologie und Medizin, medizinische Terminologie 30
Psychiatrie, Psychopathologie und Psychosomatik, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und Gerontopsychotherapie 120
Psychopharmakologie 45
Erste Hilfe 15
Grundlagen der Forschungs- und Wissenschaftsmethodik 75
Fragen der Ethik 30
Rahmenbedingungen für die Ausübung der Psychotherapie 90

Der PRAXISTEIL umfasst zumindest 550 Stunden, davon:

Bezeichnung des Fachs Stundenanzahl
Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung 50
Praktikum im Umgang mit "verhaltensgestörten" oder leidenden Personen in einer im psychosozialen Feld bestehenden Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens 480
Praktikumssupervision 20

 

Google Website Translator

Translate this website into:
EnglishFrancaisEspanolItaliano
loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loansloans loans loans loans loans loans loans insurance insurance mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage insurance insurance insurance insurance insuranceinsurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insuranceinsurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance

loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loans loansloans loans loans loans loans loans loans insurance insurance mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage mortgage insurance insurance insurance insurance insuranceinsurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insuranceinsurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance insurance